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Energie zum Ablösen vom Gewohnten

Das Abfliegen in Flugträumen ist exakt dasselbe wie das Freimachen von Tagträumen und das Zurückkehren bzw. Beibehalten der inneren Stille.

Hält man tagsüber die Stille, dann gibt es immer wieder so etwas wie eine „Krise“, bei der sich entscheidet, ob man sich wieder in Gedanken verliert oder ob die Stille bestehen bleibt. Es sind Brüche in der Kontinuität, die scheinbar von außen ausgelöst werden, beispielsweise durch ein unvorhergesehenes Ereignis, Geräusch etc. Man ist üblicherweise gewohnt, in solchen Momenten unwillkürlich gedanklich zu reagieren, das „Neue“ direkt zu interpretieren und das war es dann mit der Stille. Bewahrt man aber dennoch rücksichtslos die Stille und verschmäht entsprechend seine Gewohnheit, dann kommt einem die im „Neuen“ enthaltene Energie unmittelbar zugute, die ansonsten im Denkvorgang verpulvert worden wäre.

Wenn ich im Traum fliege, dann bestehen die Aufwärtsschübe genau aus dem Ignorieren der gewohnten Interpretation der Wahrnehmung.

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Abgebrochener luzider Traum

Nachdem ich gestern am späteren Abend wieder nach der Meditation im halbsitzenden Zustand den Übergang untersucht habe, gab es in der Nacht einen kurzen luziden Traum: ich gehe auf einem Waldweg, ein schöner blauer Sommerhimmel scheint durch die Bäume. Ich stelle fest, dass es ein Traum ist und fliegen möglich ist. Ich hebe ab, halte dabei den inneren Monolog an. Leider verliert sich dadurch Traum bzw. löst sich auf.

Leere

Abendmeditation: etwa eine viertel Stunde defokussiert.

Dann in fast liegende Position gegangen und Augen geschlossen. Nach kurzer Zeit (auch visuelle) Wahrnehmung einer alles durchdringenden Leere. Aus der Leere entstehen Szenen. Anstatt mich auf die Szenen zu konzentrieren untersuchte ich die Körperwahrnehmung. Ich nahm nicht mehr den physischen Körper wahr.

Zwei luzide Träume mit innerem Monolog

Ich bin in einem kleineren Zimmer mit zwei Personen. Mit einem der beiden spreche ich gerade über einen Gegenstand als mir dieser zu meinem Erschrecken zu Boden fällt. Die Person ist nach diesem Vorfall ein paar Meter weiter weg und mit etwas anderem beschäftigt. Ich kann mir diesen Filmriss nicht erklären und frage ihn, warum er plötzlich weiter weg steht. Er antwortet nicht. Ich frage, ob er einen hellen Blitz oder so wahrgenommen hat. Ich will unbedingt wissen, wie der Zwischenfall aus seiner Sicht verlaufen ist und frage aggressiver nach. Dadurch wird mir klar, dass ich mich in einem Traum befinde. Allerdings läuft ein hartnäckiger innerer Monolog, der verhindert, dass ich den Traum fixiert halten kann. Die Gegenstände verändern sich und die Welt löst sich auf.

Ich gehe alleine durch einen Park. Ich glaube, ich sei wieder im Tagesbewusstsein und ärgere mich, dass ich die Chance durch mangelndes inneres Schweigen vergeudet habe. Allerdings kommt die Erkenntnis schnell wieder, dass ich nach wie vor träumen könnte. Ich habe allerdings Probleme, das zu verifizieren und versuche zu fliegen. Da dies funktioniert freue ich mich, die Traumbewusstheit wieder erlangt zu haben und fliege weiter. Der Traum verblasst aus demselben Grund wie im vorherigen Traum. Ich schaffe es allerdings, mich dennoch zu entspannen, die Bewusstheit zu halten und eine ganz unbekannte Art visueller Wahrnehmung stellte sich daraufhin ein. Ich fliege wie durch dichtes Gestrüpp, was allerdings nicht störend ist. Ich folge eine Weile einem Ding, das aussieht wie eine Kerzenflamme, lasse dann aber davon ab. An mehr kann ich mich nicht erinnern.

Es gab heute Nacht noch mindestens zwei weitere Träume. Der Schlaf war nicht zu tief und zu kurz, da ich gestern zeitig ins Bett gegangen war.

Spaziergang in der Mittagspause

Diese Meditation, künstlich angelegt als Gegenpol zum (ebenfalls künstlich erzeugten!) Alltags-Tun des kollektiven Daseins, entfaltet sich in mindestens zwei Stufen.

  1. Innere Stille und Richten der Aufmerksamkeit nach außen und
  2. Loslassen der Identifikation mit dem eigenen Körper

An dem Punkt gibt es dann keine Unterscheidung mehr zwischen der Selbstwahrnehmung des physischen und der Selbstwahrnehmung des Traumkörpers. Das ist ebenso die Stelle der vollständigen Akzeptanz der eigenen Identität. Die eigenen Defizite, das Weltbild, u.s.w. liegen dann „auf der Hand“, man besteht also nicht mehr daraus. Ich nehme mich dann nur noch als Hülle wahr, leicht und unbekümmert wie als kleines Kind.

Vom Tagesbewusstsein in den Traum

Beim Einschlafen wieder Stille. Ich sehe die ersten Traumszenen bewusst. Bei einer blieb die Bewusstheit auf Anhieb mehrere Sekunden und dieses Mal beschränkte sich die zweite Wahrnehmung nicht nur auf das Visuelle oder Akustische, sondern es war auch Sensorik, also Körpergefühl, dabei. Das Traum-Ich spielte die laufende Handlung mit Absicht mit (meinem Kind einen Gegenstand erklären), um die labile Traumwelt nicht direkt wieder ins Kippen zu bringen. Sie kippte dann aber doch und ich wachte wieder auf.

Das ist ein Phänomen, das ich von meinen Experimenten vor 20 Jahren nicht kenne. Dort fiel es mir (nach meiner Erinnerung?) wesentlich leichter, den Montagepunkt direkt so zu festigen, dass ich nicht den Traum wechsle bzw. im Tagesbewusstsein aufwache.

Ich als Mönch

Traum:

Ich sehe mit jemandem zusammen einen Güterzug vorbeifahren, bei dem hinter der Lok ein Doppeldecker-Personenwagon angehängt ist. Wir fragen uns, was wohl der Grund für diese eigenartige Wagon-Konfiguration sei. Mir geht ein Licht auf, ich bin beeindruckt. Das ist wohl als Luxus-Wohn und Schlafunterkunft für den Lokführer gedacht. Ich bin dann im leeren Haus meiner Eltern. Die haben für mich im Garten in der rechten hinteren Ecke ein gemütliches Eckchen vorbereitet. Dort sind zum Beispiel Bücher gestapelt für mich zum Lesen. Ich bedaure etwas, dass ich das zu wenig nutze [das ist offenbar mein Meditationskämmerchen!]. Die kinderreiche Freundin meiner Eltern D. ist jetzt auch da. Meine Kinder auch und ihre Kinder machen ordentlich Radau (spielen, Gewürze aus der Küche auf dem Boden verteilen etc). Sie fragt mich nach meiner Meinung. Ich sage, dass ich vielleicht lieber alleine wäre. Dann hätte ich mich als Mönch ganz dem „Wissen“ widmen können. Ich weiß ja, wie unendlich erfüllend das sei.